Powerranking für Monaco

Ferrari hat einen Riesenschritt gemacht. Der F60B ist ein runderneuertes Auto, auch wenn es nicht so auffällig ist wie beispielsweise bei BMW-Sauber.

Beim Sonderfall Monaco spiegelt sich dieses Kräfteverhältnis mit Brawn GP und Red Bull Racing an der Spitze erneut deutlich wieder.

Doch die Strecke kann einiges durcheinanderwirbeln!

Alle werden voll auf die Karte Pole Position setzen, da man hier auch mit leicht betanktem Auto eine echte Siegchance hat.n der Summe der Eigenschaften ist der Brawn auch im Fürstentum das beste Auto: Traktion in den engen Kurven und Mercedes-Power auf der Geraden sind Gold wert. Da hat er gegenüber dem aerodynamisch starken Red Bull einen Vorteil – schnelle Kurven gibt es hier nicht. Der Doppel-Diffusor, den Red Bull bringen will, bringt in Monaco gar nichts, genau wie KERS. Der Fahrer gewinnt Zuversicht, weil er neue Teile an Bord hat, aber das war es dann auch schon. Ganz anders wird das beim übernächsten Rennen in der Türkei aussehen!

Die Ausgangslage für die WM-Rivalen Jenson Button und Sebastian Vettel ist also ähnlich wie in Spanien. Sollte sich Sebastian entscheiden, mit leichtem Auto vor Jenson zu stehen, kann das jedoch schon ganz anders aussehen. Aus der zweiten Startreihe gewinnt man eigentlich heutzutage kein Rennen mehr – doch in Monaco droht gleich beim Start eine Verschiebung, wenn all diese breiten Frontflügel durch die erste Kurve wollen.

Fahrerisch sind Button und Vettel für mich auf dieser anspruchsvollen Strecke gleichauf: Sebastian ist in fantastischer Form, aber Button hat das Selbstvertrauen von vier Siegen und einem dritten Platz.Hinter den beiden Top-Kandidaten könnte es eine Überraschung geben, nämlich wenn Lewis Hamilton um das Podium mitfährt. Das ist zum einen möglich, weil es sich um eine Fahrerstrecke handelt und der hoch motivierte Hamilton weiß, wie man hier gewinnt. Zum anderen, weil die technischen Schwächen des MP4-24 auf dem Kurs fast gar nicht zum Tragen kommen.Ferrari hat sein Auto massiv verbessert und mit Felipe Massa einen Fahrer, der niemals aufgibt. Er hat in dieser schwierigen Phase klare Worte des Bekenntnisses zu Ferrari gefunden und übt nicht nur Kritik. Kimi Räikkönen stellt momentan eher das Gegenteil dar. Der Haussegen zwischen Finnland und Italien hängt doch ziemlich schief, wenn man dem Boxenfunk glauben kann. Dennoch: Ferrari ist in Monaco gut für die Plätze vier bis acht.

Außenseiterchancen hat für mich Nico Rosberg. Die Gründe dafür sind das fahrerische Talent des Lokalmatadors und die gute Mechanik des Williams. Nico könnte hier durchaus etwas reißen, sein Team schätze ich in Monaco stärker ein als Toyota, die in Spanien etwas von der Spur abgekommen sind.

Fazit: Das Establishment hat aufgrund des speziellen Kurses von Monaco, Ferraris verbessertem Auto und dem Hamilton-Faktor Chancen gegen Deutschlands Supermann Vettel und den Superhirn-Piloten Button.

Quelle: sport1.de

Daten und Fakten

Zwar ist Vater Keke Finne, doch der in Wiesbaden geborene Nico Rosberg fühlt sich eher als Deutscher, da zu Hause Deutsch gesprochen wird. Seine Mutter Sina ist Deutsche, aufgewachsen ist er in Monaco und besitzt sowohl die deutsche als auch die finnische Staatsbürgerschaft und fuhr im Motorsport auch beim Gewinn des GP2-Titels 2005 mit deutscher Lizenz.

Rosbergs Vater Keke gewann 1982 mit nur einem Sieg den WM-Titel mit Williams und trat am Ende des Jahres 1986 nach fünf Grand-Prix-Siegen und 114 Starts zurück. Schon im zarten Alter von 17 Jahren bewegte Rosberg jun. im Jahr 2002 nach dem Gewinn der Formel BMW erstmals einen Formel-1-Boliden.

Nach Damon Hill, Michael Andretti und David Brabham ist er ein weiterer Sohn eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters, der in der Formel 1 an den Start geht. Er ist jedoch der erste Weltmeistersohn, der für das gleiche Team an den Start geht wie sein Vater.

In seiner Premierensaison 2006 überzeugte Rosberg gleich beim ersten Rennen in Bahrain mit einer sensationellen Aufholjagd, Platz sieben und der schnellsten Runde, allerdings konnte er derartige Topleistungen aufgrund des unzuverlässigen Materials nur selten wiederholen. 2007 gelang es ihm, seinen Speed beizubehalten und an Konstanz zuzulegen, wodurch er eine der Entdeckungen der Saison war – seinen Teamkollegen Alexander Wurz besiegte er in 16 von 17 Qualifyings.

Aus diesem Grund stand er auf der Wunschliste von McLaren-Mercedes für 2008 ganz oben, doch Frank Williams erteilte ihm keine Freigabe. Stattdessen wurde ein neuer Vertrag bis Ende 2010 unterzeichnet.

Steckbrief

Geburtsort: Wiesbaden (Deutschland)
Geburtsdatum: 27. Juni 1985
Nationalität: Deutschland
Größe: 1,78 Meter
Team: Williams F1 Team
Erfolge vor der Formel 1: Mini-Kartmeister der Region Côte d’Azur (1996)
Französischer Mini-Kartmeister (1997)
Nordamerikanischer ICA-Kartmeister (1998)
Italienischer Kart-Vizemeister, Klasse ICA Junior (1999)
4. Kart-Europameisterschaft, Klasse ICA Junior (1999)
Kart-Vizeeuropameister, Formel A (2000)
Formel BMW ADAC Meister (2002)
2. Rookiewertung Formel-3-Euroserie (2003)
4. Formel-3-Euroserie (2004)
GP2-Meister (2005)
Formel-1-Debüt: 12.03.2006 beim GP / Manama
Karriere in der Formel 1: Testfahrer Williams (2005)
Williams (2006-2009)
Erste(r) Punkt(e): Platz 7, 12.03.2006 beim GP / Manama
Erster Sieg:
Erste Pole Position:

Paris baut Formel 1-Rennstrecke der Zukunft

Auf 95 Hektar soll das Renngelände an den Seine-Schleifen entstehen. Die „Pariser Formel 1″ ist eines der Lieblingsprojekte von Zampano Ecclestone. Schon 2011 soll der Große Preis von Frankreich an der Seine gestartet werden. Renault will die neue Rennstrecke als Versuchsgelände nutzen. Doch Umweltschützer laufen Sturm gegen die „Auspuff-Nostalgiker“.

Yvelines als Auto-Mekka

Erst war erwogen worden, den Rennzirkus bei Disneyland im Osten von Paris zu veranstalten. Doch nun ist Flins/Les Mureaux klar in der Pole Position. Treibende Kraft ist das Département Yvelines, das nicht nur stolz ist auf seine drei früheren Königsorte Poissy, Saint-Germain-en-Laye und Versailles, sondern auch auf seine Autoindustrie mit 35.000 Mitarbeitern. Die Formel 1 soll die Yvelines zum Auto-Mekka machen.

Die kompakte Strecke von Les Mureaux soll elf Kurven auf 4,5 Kilometern Länge aufweisen, mit einer Beschleunigungsgeraden von einem Kilometer. Für 100.000 Zuschauer wird auf bequemen Tribünen Platz sein. Oberhalb der Boxengasse soll ein 2.900 Quadratmeter großes Kongresszentrum samt Amphitheater mit 1.000 Plätzen das ganze Jahr hindurch für Leben und Umsatz sorgen. Hier könnten Weltkongresse zur Auto- und Umwelttechnik stattfinden – immer mit Blick auf den teilstaatlichen Hersteller Renault, der auf dem Nachbargrundstück in Flins Elektroautos und Öko-Techniken entwickeln will.

Umweltgerechte Bauweise?

Stararchitekt Jean-Michel Wilmotte plant die erste Rennstrecke mit dem Qualitätslabel HQU für Hohe Umweltqualität. Er setzt auf Bio-Materialien, eine begrünte Dachterrasse für das Kongresszentrum und Solarzellen auf den Tribünen.

In der Formel 1 war Frankreich bis zum Vorjahr fester Bestandteil, ehe der ungeliebte Grand Prix in Magny Cours für dieses Jahr aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen wurde. Das Comeback in der Yvelines soll das Département zum Technologie-Schaufenster der europäischen Autoindustrie machen. 60 Millionen TV-Zuschauer würden bei einem Rennen auf das Renault-Entwicklungszentrum schauen. Politiker träumen bereits von der Organisation eines Grand Prix der Elektroautos, in denen Renault die Zukunft sieht. Sie sehen die 112 Millionen Euro für die Formel 1 als Teil einer 330-Millionen-Hilfe für die Autobranche.

Naturschutz vs. Motorsport

Wenn nur die Bürger nicht wären. Viele Anwohner glauben weder an den wirtschaftlichen Nutzen, noch an die Umweltfreundlichkeit des Projektes. Mit den 112 Millionen Euro würden gerade mal 50 Stellen geschaffen, meint die Bürgerinitiative „Flins ohne F1″. Für die Umweltschützer von „Agir pour l’Environnement“ ist es heller Wahnsinn, eine Rennstrecke ausgerechnet auf einer für Biobauern vorgesehenen Fläche zu bauen. Und das in einem Gebiet, das 400.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt.Die Regierung fordert zwar eine „Umweltgarantie“, doch viele Minister sind für das Formel-1-Projekt. Da kann die Zeitung „Le Monde“ noch so sehr gegen „diese Saurier, diese Männer der Vergangenheit, die ewigen Betonierer, diese Auspuff-Nostalgiker“ wettern. Jetzt sollen zwei „seltsame Vögel“ die Rennwagen stoppen: der Kiebitz und der Triel. Die Projektgegner führen den Artenschutz an, um den Rennzirkus zu stoppen. Beide taubengroßen Vögel brüten auf dem Boden, wo schon die Bagger stehen. Und beide sind streng geschützt. Denn beide sind höchst selten. Fast so selten wie Formel-1-Rennstrecken.

Ecclestone kippt neue Budgetregel

München – Drei Tage vor dem Auftakt zum Großen Preis von Monaco bestimmt weiter der Machtkampf um das Reglement der Zukunft die Schlagzeilen in der Formel 1.

Nach der Ausstiegsdrohung der Hersteller-Riege mit Ferraris Klage als vorläufigem Höhepunkt sieht nun auch Chef-Promoter Bernie Ecclestone keine Zukunft für die angedachte Zweiklassengesellschaft.

Nach Angaben des Briten hat man sich sogar bereits darauf verständigt, dass die umstrittene Regel gekippt wird.

„Das wichtigste Thema, über das sich alle aufregen, ist das Zweiklassensystem. Ich denke, man ist übereingekommen, dass wir das nicht haben sollten. Wir sollten ein einheitliches Reglement haben“, so der 78-Jährige zur „BBC“.

Umstrittenes Reglement

Der Automobil-Weltverband FIA hatte ein Reglement präsentiert, nachdem schon ab 2010 eine Budgetgrenze von 40 Millionen britischen Pfund gelten soll.

Wer sich daran hielte, bekäme technische Freiheiten wie etwa verstellbare Front- und Heckflügel, Motoren ohne Drehzahllimit sowie unbegrenzte Testfahrten außerhalb der Saison und unbegrenzte Windkanalzeit.

Verhandlung am Dienstag

Ferrari will alle geplanten Regeländerungen für 2010 und damit auch die umstrittene Budget-Obergrenze nun auf juristischem Wege stoppen.

Am Dienstag tritt um 16 Uhr deshalb in Paris das Tribunal de Grande Instance, vergleichbar einem deutschen Oberlandesgericht, zusammen und berät über Ferraris Eilantrag.

„Ein bisschen dumm“

Laut Ecclestone geht es dabei aber nicht um die Budgetgrenze als solche: „Meiner Meinung nach sind alle mehr oder weniger zufrieden mit der Budgetobergrenze.“ Der genaue Betrag sei noch verhandelbar.

Der „Daily Mail“ zufolge soll Ecclestone sogar über das Zweiklassensystem gesagt haben: „Ich habe es von Anfang an für ein bisschen dumm gehalten. Es war wichtig, es los zu werden.“

Krise – welche Krise?

Ecclestone glaubt nicht, dass die großen Teams bis zum Äußersten gehen werden, die Formel 1 verlassen und eine eigene Serie auf die Beine stellen: „Ich bin zuversichtlich, dass alle Teams auch nächstes Jahr am Start sein werden.“

Ähnlich sieht es Max Mosley: „Ich denke nicht, dass es soweit kommen wird“, so der FIA-Boss gegenüber „Autosport“: „Es gibt die Andeutung von so etwas wie einer Krise. Ich denke aber nicht, dass es eine Krise gibt.“

Warnung an die Etablierten

Mosley warnte die etablierten Teams vor einer Verzögerungstaktik. Sollten sich innerhalb der Frist bis zum 29. Mai 13 Teams für die neue Saison einschreiben, sei die Tür danach unwiderruflich zu – auch für die bisher zehn in der WM startenden Rennställe.

„Ich denke, wir werden zwischen drei und sechs Teams haben. Alle, die danach nennen wollen, können das später tun, wenn noch ein Platz frei ist. Aber wenn nicht, dann geht das nicht mehr“, sagte Mosley.

Sollten Teams wie Ferrari, Renault, Red Bull, Toro Rosso oder Toyota die Einschreibfrist wie angedroht verstreichen lassen, könnten sie sich also verpokert haben.

Quelle: sport1.de

Budgetstreit: Ferrari sucht die Notbremse

München – Die nächste Runde im Streit um die Zukunft der Formel 1 findet am Dienstag in einem Pariser Gerichtssaal statt.

Ferrari will auf juristischem Weg alle geplanten Regeländerungen für 2010 und damit auch die umstrittene Budget-Obergrenze stoppen, bringt damit FIA-Chef Max Mosley allerdings nicht ins Schwitzen.

„Ich wäre sehr überrascht, wenn sie damit Erfolg haben sollten, aber bei einem Gerichtsverfahren weiß man nie, wie es ausgeht“, sagte der Präsident des Automobil-Weltverbandes, selbst Rechtsanwalt, der „BBC“.

Beschleunigtes Verfahren

Für einen negativen Beschluss des Richters kündigte der Brite gleich eine Berufung an.

Am Dienstag um 16 Uhr tritt in Paris das Tribunal de Grande Instance, vergleichbar einem deutschen Oberlandesgericht, zusammen und berät über Ferraris Eilantrag.

„Ferrari hat ein beschleunigtes Verfahren gewählt, angesichts der Tatsache, dass die Frist zur Einschreibung für die neue Saison schon vom 22. bis 29. Mai läuft. Der Richter muss so schnell wie möglich die vertraglichen Rechte Ferraris anerkennen“, sagte der französische Anwalt der Scuderia, Emmanuel Gaillard: „Das Ziel ist es, jegliche Änderungen der Regeln zu stoppen.“

Zwei Gremien übergangen?

Ferrari beruft sich offenbar auf ein Veto-Recht, dass ihnen ein 2005 mit der FIA und Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone geschlossener Vertrag garantieren soll.

„Ich kann nicht in Details gehen. Es sind bestimmte Dinge in diesen Rechten verankert, aber nicht mehr“, sagte dazu Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Zudem beklagen die Italiener, dass das World Motor Sport Council des Weltverbandes bei den geplanten Regeländerungen für 2010 nicht den in den eigenen Regularien vorgegebenen Ablauf eingehalten, sondern die sportliche und die technische Arbeitsgruppe sowie die Formel-1-Kommission übergangen habe.

Nicht nur das Budget umstritten

Es gehe nicht nur um die Budgetgrenze von rund 44 Millionen Euro (ohne Fahrergehälter), sagte Domenicali, der bei dem letztlich ergebnislosen Gipfeltreffen der Teams mit Mosley am Freitag in London Ferrari-Chef Luca di Montezemolo vertrat.

„Wir müssen auch über andere Dinge reden, etwa, wie dieser Sport geführt wird und wie Regeln durchgesetzt werden. Das Budget ist nicht der einzige Diskussionspunkt“, sagte Domenicali.

Montezemolo war wegen des Todes seines Vaters nicht nach England geflogen.

Mosley kaum kompromissbereit

Ferrari hat für den Fall, dass die FIA die neuen Regeln durchsetzt, seinen Ausstieg aus der Formel 1 angedroht.

Auch BMW, Toyota, Renault und Red Bull äußerten sich ähnlich und wollen unter den gegebenen Bedingungen die Einschreibefrist verstreichen lassen.

Bei dem Treffen am Freitag hatte Mosley kaum Kompromissbereitschaft gezeigt. Der Brite rechnet innerhalb der Einschreibefrist mit Unterschriften von „drei bis sechs“ der aktuellen Teams.

FOTA arbeitet an einer Lösung

Zudem haben zahlreiche neue Rennställe Interesse bekundet. Insgesamt will die FIA für 2010 Plätze für 13 Teams vergeben.

„Die Teams sind aus der Sitzung herausgegangen um zu schauen, ob sie etwas Besseres vorschlagen können als eine Budgetgrenze“, sagte Mosley nach dem Treffen.

Die Teamvereinigung FOTA äußerte sich zunächst nicht. Laut Domenicali hätten die Teams ihre „Einigkeit demonstriert“ und würden hart an einer Lösung arbeiten.

Ecclestone gegen Privilegien

Die Teams stört neben der Budgetgrenze vor allem das geplante Zwei-Klassen-Reglement, dass Rennställen innerhalb der Grenze größere technische Freiheiten gewähren würde.

Selbst Ecclestone hat sich dagegen ausgesprochen. „Ich denke auch, dass es nicht sein kann, dass wir zwei unterschiedlich Regelwerke haben sollen. Es darf nur ein einziges Regelwerk geben“, meinte der Brite.

Quelle: sport1.de

Hamilton verliert die Lust an der Formel 1

London – Weltmeister Lewis Hamilton hat Spekulationen über seinen Rücktritt aus der Formel 1 neue Nahrung gegeben.

Angesichts des andauernden Machtpokers zwischen dem Automobil-Weltverband FIA und den Teams hat er die Freude am Fahren verloren.

Er fühle sich von der ganzen Politik, die derzeit im Spiel ist, herumgestoßen, sagte der 24-Jährige der „Times“: „Ich habe die Formel 1 immer genossen. Ein Teil davon ist mir genommen worden.“

Machtspiele auf Hamiltons Kosten

In der „Lügen-Affäre“ hat Hamilton die Auswirkungen der Machtspiele in der Königsklasse selbst zu spüren bekommen.

So war er nach dem Auftaktrennen in Melbourne von seinem Team McLaren-Mercedes zur Lüge angestiftet worden.

Dieser Schwindel flog auf: Hamilton wurde nachträglich disqualifiziert, und die Silberpfeile wurden für drei Rennen gesperrt. Die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt.

Lieber nur Rennfahren

„Das war für mich ein Schock“, sagt Hamilton, dessen Vater und Manager Anthony sich damals schon nach einem neuen Team für seinen Sohn umgesehen hatte.

Sogar ein sofortiger Rücktritt Hamiltons soll im Raum gestanden haben. „Ich bin Rennfahrer, kein Politiker“, meint der Brite.

Es gebe andere Rennserien, die schöner seien als die Formel 1, weil es dort nur ums Rennfahren ginge. Der ganze Zirkus abseits der Rennstrecke beeinträchtige sein Leben, gab Hamilton jetzt erstmals offen zu.

Krisengipfel in London

Der jüngste Weltmeister der Geschichte glaubt allerdings nicht an eine Besserung: „Diese Machtspiele sind leider nichts Ungewöhnliches in der Formel 1.“

Möglicherweise wird Hamilton eine Sorge aber schon bald genommen. Im Streit um die von der FIA ab 2010 vorgesehene Budgetgrenze von rund 44 Millionen Euro gab es am Freitag in London einen Krisengipfel mit allen Beteiligten.

Neben FIA-Präsident Max Mosley und den Teamchefs hatte sich auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone angesagt.

Freiheiten für die Sparsamen

Sollte keine Lösung gefunden werden, könnte es ab 2010 eine „Piratenserie“ mit den rebellierenden Herstellern geben. Das wäre das Ende der 1950 eingeführten Formel-1-WM. Ferrari, Renault, Red Bull, Toyota und BMW haben ihren Ausstieg angekündigt, falls der Weltverband nicht zu einem Kompromiss bereit ist. Die Hersteller fürchten durch das Etatlimit eine Zweiklassengesellschaft in der Formel 1.

Denn die „kleinen“ Teams, die mit maximal 44 Millionen Euro über die Runden kommen, sollen mit technischen Freiheiten belohnt werden. Dagegen protestieren jedoch die finanzstarken Rennställe, die mehr als 200 Millionen Euro pro Saison investieren.

Quelle: sport1.de

Droht Räikkönen das aus in der Formel 1?

München – Es ist eine alarmierende Durststrecke für einen Spitzenfahrer.

Mehr als ein Jahr ist Kimi Räikkönens letzter Sieg her – und im ersten Rennen nach dem Passieren dieser Marke gab es direkt noch ein extragroßes Fiasko.

Platz 16 im Qualifying für Barcelona, ein Ausfall im Rennen – die vorläufige Krönung einer desaströsen Saison mit nur drei Punkten aus fünf Rennen.

Und mittlerweile gibt es gar Gerüchte, dass dem „Iceman“ sogar die Schmelze bevorsteht, wenn er seiner alten Klasse weiterhin hinterherfährt.

„Ferrari droht mit der Axt“

„Ferrari droht Kimi mit der Axt“, titelte der englische „Daily Star“ noch vor dem Spanien-Grand-Prix.

Demnach würde Ferrari-Chef Luca Montezemolo in Erwägung ziehen, Räikkönen abzusägen, sollte es keine Besserung bei seinen Ergebnissen geben.

Recht vage ist die Meldung und auch nicht mit einer Quelle belegt, doch selbst wenn nichts dahintersteckt: Mittelfristig steht Räikkönens Zukunft in der Königsklasse in jedem Fall in Frage.

Frust über das Regelchaos

Räikkönen selbst hat soeben wieder Statements in die Welt gesetzt, die darauf schließen lassen, dass seine Arbeitsmotivation schon einmal größer war.

„Das ist nicht mehr Formel 1″, erklärt er in einem „BBC“-Interview seinen Frust über die vielen aktuellen und kommenden Reglementsänderungen.

„Es gibt so viele Fragezeichen und keiner scheint zu wissen, was für Regeln wir bekommen werden.“

Räikkönen denkt laut darüber nach, der Formel 1 wegen dieser Unklarheiten den Rücken zu kehren, wenn sein Vertrag bei Ferrari im kommenden Jahr ausläuft: „Es gibt da deshalb ein Fragezeichen. Wir werden sehen was passiert.“

Die Lust verloren?

Gerüchte, dass er die Lust an der Formel 1 verloren hat, begleiten den Finnen schon seit längerem.

Es heißt, dass Räikkönen das Rennfahren liebt, aber eher genervt ist vom Zirkus drumherum – ganz ähnlich hatte sich jüngst Weltmeister Lewis Hamilton geäußert .

Womöglich begreift es Räikkönen deshalb auch als willkommene Abwechslung, dass er am Wochenende mal wieder anderweitig auf der Rennstrecke unterwegs ist und für das Team seines Landsmanns Tommi Mäkinen an der Rally della Marca teilnimmt.

„Mehr oder weniger meine Entscheidung“

Trotzdem beteuert Räikkönen, seinen Vertrag bei Ferrari „definitiv“ zu erfüllen.

„Ich bin glücklich wo ich bin“, fügt er hinzu: „Es ist mehr oder weniger meine Entscheidung, was ich tun will.“

Wenn er weiter hinterherfährt, ist sie es womöglich weniger.

Quelle: sport1.de

Budget-Zoff: Laut Ecclestone Lösung in Sicht

München – Im Streit um die geplante Budget-Obergrenze in der Formel 1 ist möglicherweise eine schnelle Einigung in Sicht.

Bei einem Treffen am Freitag in London wollen Vertreter der Teams mit FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone einen gemeinsamen Weg aus der Krise finden.

„Niemand hat ein Interesse daran, die Formel 1 zu Fall zu bringen“, sagte Ecclestone der französischen Tageszeitung „Le Figaro“: „Wir werden eine Lösung suchen und sie auch finden.“

errari ist der Schlüssel

Am Dienstag und Mittwoch hatten Ferrari und Renault mit dem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht, falls die FIA an der geplanten Budget-Obergrenze von 44 Millionen Euro (ohne Fahrergehälter) festhält.

uch BMW, Toyota und Red Bull haben einen solchen Schritt bereits angekündigt. Laut Ecclestone ist Ferrari der Schlüssel in den Gesprächen am Freitag: „Sie sind seit 60 Jahren dabei, wir sind Partner, und die Bedürfnisse unserer Partner sind uns wichtig.“

Piero Ferrari, einziger noch lebender Sohn des legendären Firmengründers Enzo Ferrari, bemühte einen Vergleich aus dem Fußball, um Mosleys Pläne zu kritisieren: „Inter Mailand gibt Unmengen Geld für Spieler aus und gewinnt alles, Calcio Catania ist ein armer Verein und gewinnt nichts. Hätte die FIA im italienischen Fußball das Sagen, dürfte Catania künftig mit 12 Mann spielen und Inter nur noch mit neun – lächerlich.“

Piratenserie „weit entfernt“

Renault-Teamchef Flavio Briatore lenkte bereits am Donnerstag ein. „Wir wollen in der Formel 1 dabei sein, aber wir müssen Mosley logische Bedingungen stellen“, sagte Briatore der italienischen Sporttageszeitung „Gazzetta dello Sport“.

Eine alternative Formel 1 sei „eine weit entfernte Hypothese, die niemand wirklich will“.

Briatore sparte aber gleichzeitig nicht mit Kritik an Mosley, der wegen der Beisetzung seines Sohnes in dieser Woche zu den jüngsten Rückzugsdrohungen offiziell noch keine Stellung bezogen hat. „Mosley kann keine Regeln erzwingen, seine Arbeitsweise ist nicht akzeptabel“, sagte Briatore der Gazzetta. „Die FIA konfrontiert uns wöchentlich mit einer Neuerung, so geht es nicht weiter.“

FIA soll sich „als Schiedsrichter“ verstehen

Die Formel 1 bestehe aus Teams, und die FIA solle sich „als Schiedsrichter dieser Teams verstehen und ihnen nicht ständig etwas aufzwingen“.

Bei der offiziellen Einschreibung für die WM 2010, die zwischen dem 22. und 29. Mai 2009 erfolgt, sollen die Teams nach der bisherigen Planung entscheiden, ob sie unter den alten Regeln weitermachen oder sich der Obergrenze unterwerfen wollen.

Dafür dürften sie als Leistungsausgleich verstellbare Front- und Heckflügel, Motoren ohne Drehzahllimit sowie unbegrenzte Testfahrten außerhalb der Saison und unbegrenzte Windkanalzeit nutzen.

Quelle: sport1.de

Briatore warnt vor sogenannten „Billig“ Teams

München – Was wäre wenn die edlen Boutiquen in Monte Carlo plötzlich von Ein-Euro-Shops umringt wären?

Unvorstellbar, gerade für einen Lebemann wie den Renault-Chef Flavio Briatore, der an den exklusiven Adressen dieser Welt zu Hause ist.

Der sieht auf die Formel 1 gerade ein ähnliches Szenario zukommen.

In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ warnt der Italiener vor einer Invasion der Billig-Teams, die den Markenwert der Königsklasse in den Keller treiben würde.

Die Hürden sinken drastisch

Der Hintergrund von Briatores Mahnungen sind die Entwicklungen seit dem FIA-Beschluss, eine freiwillige Budgetobergrenze von rund 45 Millionen Euro ab 2010 einzuführen.

Weil dadurch die Hürden drastisch sinken würden, liebäugelt nun schon eine ganze Reihe kleinerer Teams mit dem Einstieg in den Formel-1-Betrieb – auch wenn noch nicht sicher ist, ob der Beschluss auch so umgesetzt wird.

So prüfen diverse GP2- und Formel-Renault-Rennställe den Aufstieg in die Königsklasse, das Prodrive-Unternehmen von Ex-BAR-Chef David Richards und auch erfolgsarme Ex-Teams wie Lola oder Super Aguri.

„Dann ist die Marke nichts mehr wert“

Ein Gräuel für Briatore: Aus seiner Sicht muss verhindert werden, „dass, wer auch immer, mit 20 oder 25 Millionen Euro pro Jahr ein Formel-1-Team betreiben kann“.

Seine Befürchtung: „Wenn das ermöglicht wird, ist die Marke Formel 1, die in Jahrzehnten mühsam aufgebaut wurde, nichts mehr wert.“

Eine Überschwemmung der Königsklasse mit Kleinstrennställen wäre dasselbe „als wenn sich auf einer exklusiven Einkaufstraße plötzlich Billigläden niederlassen. Das hohe Niveau würde erst dereguliert und am Ende komplett zerstört.“

Nicht prinzipiell gegen die Grenze

Briatore ist nicht der einzige Kritiker der geplanten Budgetregelung, mehrere Teams wie Ferrari oder BMW haben gar mit Ausstieg gedroht, sollte sie so umgesetzt werden.

Briatore gehört dabei nicht – wie die finanziell potenten Ferrari und Red Bull – zu den Teamchefs, die das „Salary Cap“ an sich ablehnen. Er ist aber gegen ihre Ausgestaltung und wie sie den Teams von der FIA aufgezwungen wird.

„Eine brutale Lösung wie sie jetzt vorliegt, wird keine Chance haben“, meint er.

Appell an die „Familie“

„Die Formel 1 muss bei allen Sparmaßnahmen, auch was die Technik betrifft, außergewöhnlich bleiben“, so Briatore: „Wenn wir da eine Lösung finden, erledigen sich auch die Ausstiegsdrohungen von Ferrari oder BMW.“

Ein Szenario, das Briatore lieber wäre, als vielen kleinen Teams die Tür zu öffnen: „Statt zwei oder vier neue GP-2-Autos könnten alle Werksteams auch bei reduzierten Kosten ein drittes Auto einsetzen. Dabei wäre die notwendige Hochklassigkeit des Sports garantiert.“

Briatore appelliert da an den Zusammenhalt der aktuellen Teams: „Die Familie muss zusammenhalten, um unser Investment und unser Geschäft und unseren Ruf zu schützen.“

Quelle: sport1.de

Teams drohen mit eigener Rennserie

München – Die Zukunft der Formel 1 hängt am seidenen Faden.

Sollten die fünf rebellierenden Hersteller Ferrari, Toyota, BMW, Red Bull und nun auch Renault im Machtpoker mit dem Automobil-Weltverband FIA keinen Kompromiss finden, droht ab 2010 eine „Piratenserie“.

Damit wäre die 1950 eingeführte Weltmeisterschaft nach 60 Jahren nur noch Geschichte.

Über Alternative nachdenken

„Wir müssen anfangen, über bessere Alternativen nachzudenken“, sagte Toyota-Teampräsident John Howett zu „Motorsport-Total.com“. Nach Angaben des Internetportals planen einige Rennställe, aus der WM auszuscheren und sich anderweitig zu organisieren, falls die FIA die freiwillige Budgetobergrenze für 2010 von 44 Millionen Euro nicht aufheben wird.

In der WM unter FIA-Regie würden dann nach Informationen von „Motorsport-Total.com“ von den aktuellen Teams nur Brawn, Williams und Force India bleiben.

Haug nimmt Drohung ernst

Mercedes-Sportchef Norbert Haug nimmt die Ausstiegsdrohungen von Ferrari jedenfalls ernst. „Ich bin mir sicher, dass Ferrari nicht erstmals in sechzig Jahren eine solche Ansage macht, ohne dass diese den entsprechenden Hintergrund hätte“, sagte Haug.

Auch in den italienischen Medien wird heftig über eine mögliche „Piratenserie“ spekuliert, deren Basis laut „Motorsport-Total.com“ die derzeitige A1GP-Serie sein könnte.

„Ferrari denkt schon an eine alternative Weltmeisterschaft“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“. „Der Corriere dello Sport“ mutmaßte: „Ferrari stehen jetzt zumindest drei Möglichkeiten offen: Die US-Serien, die Rennen a la Le Mans. Und eine neue Meisterschaft, die direkt von den Autobauern organisiert wird.“

Auch Renault will aussteigen

Renault-Teamchef Flavio Briatore ließ mitteilen, dass man „keine andere Wahl“ habe, als auszusteigen, wenn die FIA an ihren Plänen festhalte. Diese reagierte zunächst gelassen. „Im Prinzip gibt es jetzt das schriftlich, was sie uns vorher schon mündlich mitgeteilt haben“, sagte ein FIA-Sprecher der Online-Ausgabe von „auto motor und sport“ zum Vorpreschen Ferraris.

Nach Angaben des Sprechers gebe es bei der Budgetobergrenze einen Verhandlungsspielraum, aber nur innerhalb eines gewissen Rahmens.

Quelle: sport1.de